Neugier wecken und Forschergeist fördern –
die Experimentierwerkstatt
Im vergangenen Schulhalbjahr bot die Experimentierwerkstatt wieder eine besondere Gelegenheit für Schüler:innen der vierten Klassen, erste vertiefende Erfahrungen im MINT-Bereich zu sammeln, ihre Neugier für naturwissenschaftliche Fragestellungen auszubauen und die St.-Anna-Schule kennenzulernen. Ziel des Projekts ist es, den Kindern zu zeigen, dass wissenschaftliches Experimentieren nicht nur im Labor stattfindet, sondern auch mit alltäglichen Dingen erfolgen kann und vor allem Spaß macht, Fragen aufwirft und zum eigenständigen Denken anregt. Gleichzeitig sollen die Grundschüler:innen erfahren, dass sie bereits in jungen Jahren selbstständig experimentieren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge entdecken können.
Begonnen wurde mit einem einfachen, aber eindrucksvollen Chromatographie-Versuch. Bei dem die Kinder die Farben von Filzstiften untersuchten. Für viele war es faszinierend zu sehen, dass eine scheinbar einheitliche Farbe aus mehreren Bestandteilen besteht. Die Kinder stellten neugierig Fragen, tauschten Vermutungen aus und waren stolz darauf, ihre Beobachtungen selbst erklären zu dürfen.
Darauf aufbauend folgten weitere, zunehmend komplexere Experimente rund um das Thema Säuren und Basen. Um diese für die Viertklässler:innen anschaulich und verständlich zu gestalten, arbeiteten wir unter anderem mit Rotkohl als natürlichem Indikator sowie mit verschiedenen säure- und basenhaltigen Alltagschemikalien. Die Kinder konnten dabei eigenständig testen, vergleichen und beobachten, wie sich Farben durch unterschiedliche Stoffe verändern lassen. Besonders spannend war für sie, dass die bekannten Alltagschemikalien nun aus einer völlig neuen Perspektive erlebt werden konnten.
Aus Sicht der Kinder war die Experimentierwerkstatt vor allem eines: aufregend. Viele zeigten große Begeisterung, wollten immer wieder neue Versuche ausprobieren und waren stolz darauf, „wie richtige Forscher:innen“ zu arbeiten. Das absolute Highlight bildete schließlich der Abschlussversuch: der Bau einer kleinen Rakete. Nachdem die Kinder diese selbst vorbereitet hatten, durfte sie auf dem Schulhof gestartet werden. Der Moment, in dem die Rakete tatsächlich in die Luft ging, sorgte für Staunen, Jubel und leuchtende Augen – ein Erlebnis, das vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Auch für uns als Oberstufenschüler:innen war die Teilnahme an der Experimentierwerkstatt eine bereichernde Erfahrung. Wir konnten nicht nur unser eigenes Wissen anwenden und vertiefen, sondern auch erleben, wie viel Freude es macht, jüngere Schüler:innen beim Lernen zu begleiten. Besonders schön war es zu sehen, mit welcher Begeisterung und Ernsthaftigkeit die Kinder bei der Sache waren und wie schnell sie Zusammenhänge verstanden, wenn man ihnen den Raum zum Ausprobieren ließ.
Wir sind sehr froh darüber, dass Schüler:innen bereits in jungen Jahren Interesse am MINT-Bereich zeigen und dieses durch Projekte wie die Experimentierwerkstatt gezielt gefördert wird. Solche Erfahrungen können wichtige Impulse für die weitere schulische und persönliche Entwicklung setzen. Deshalb freuen wir uns schon jetzt darauf, auch im kommenden Jahr wieder Teil dieses Projekts zu sein und den Forschergeist der Kinder weiter zu unterstützen.
Autorinnen: Felicia Dierks & Greta Kukic






