Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Erster Frankreichaustausch, Teil 2

Wuppertal zu Gast in Amiens

Erstmalig hat die St.-Anna-Schule einen Schüleraustausch mit Frankreich organisiert. Zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 machten 
hierbei mit. Nachdem die französischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler vom 01. März 2026 bis zum 06. März 2026 bei uns waren, haben wir uns am 26. April 2026 auf den Weg zu ihnen nach Amiens gemacht. Schon alleine die Anreise mit dem Zug hat sehr viel Spaß gemacht. Die Stimmung war super, und dass wir keine Verspätung hatten, zeigt, dass Pünktlichkeit auf den deutschen Gleisen scheinbar doch funktioniert. Als wir in Paris angekommen sind, mussten wir uns erstmal zurecht finden, da Paris Gare du Nord sehr groß ist. Zum Glück haben wir dennoch unseren Anschlusszug erreicht. Nach eineinhalb Stunden Fahrt sind wir in Amiens angekommen und dort von unseren Austauschschülerinnen und Austauschschülern herzlich begrüßt worden. Es war sehr schön, alle nach über eineinhalb Monaten wiederzusehen. Noch am selben Nachmittag ging es für die meisten von uns zu einem Lasergame. Dieses hat uns natürlich auch viel Spaß gemacht. Danach ging es für jeden von uns zum Austauschpartner nach Hause und der Abend wurde auf unterschiedliche Weise verbracht. Damit ging ein aufregender Tag zu Ende. 

Am nächsten Morgen haben wir uns alle um 8 Uhr in der französischen Schule getroffen, wo wir von den französischen Lehrern mit einem kleinen Frühstück, welches aus französischen Spezialitäten bestand, begrüßt wurden. Alles war unglaublich lecker und die Stimmung war toll. Anschließend haben uns unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner ihre Schule präsentiert. Zudem muss man sagen, dass sich die Schulen vom Stil her sehr ähnlich sind. Allerdings ist unsere Schule im Bereich der Technik deutlich moderner. Nach der Führung sind wir bis zum Mittagessen mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht gegangen. 
Interessant ist, dass französische Schüler die Schule zum Mittagessen verlassen dürfen, sofern die Eltern zugestimmt haben. Allerdings haben sie danach oftmals bis 18 Uhr Unterricht. 
Um halb zwei haben wir uns alle wieder in der Schule getroffen, um anschließend eine kleine Bootstour in einer Kleingartenanlage in Amiens zu machen. Die Tour war fantastisch und das Wetter war traumhaft. Um den Nachmittag perfekt zu machen, sind wir alle ohne Lehrer in die Innenstadt von Amiens gegangen und haben das schöne Wetter genossen. Danach hat jeder mit seinem Austauschpartner etwas anderes gemacht. 

Am Morgen darauf hieß es früh aufstehen, da wir schon um halb acht nach Paris losgefahren sind. Angekommen in Paris standen wir eine Stunde vor dem Eingang zur U-Bahn, da wir spezielle Tickets benötigten, die nicht leicht zu bekommen waren. Als wir endlich an Notre Dame angekommen waren, war die Begeisterung groß. Denn Notre Dame bei diesem Wetter zu sehen ist einfach unglaublich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses wunderschöne Bauwerk vor einigen Jahren abgebrannt ist und seitdem wieder komplett aufgebaut wurde. Und von innen ist die Kathedrale mindestens genauso beeindruckend wie von außen. Generell wirkt sie von innen noch größer - einfach beeindruckend. Nach Notre Dame ging es für uns zum Louvre. Wir waren zwar nicht im Museum selbst, aber das war nicht schlimm. Denn dafür haben wir noch andere tolle Sachen in Paris gemacht. Wir sind mit einem Boot auf der Seine gefahren. Die ganzen Bauwerke links und rechts neben sich zu haben war unglaublich und das Wetter hat auch perfekt mitgespielt. Außerdem konnten wir so schonmal einen ersten Blick auf den Eiffelturm werfen. Von der Seine aus kann man den besonders gut sehen. Allerdings nicht so gut, wie von unserem nächsten Stop, einer Aussichtsplattform direkt gegenüber dem Eiffelturm - voll mit Bayern München Fans. Fairerweise muss man sagen, dass an dem Tag Bayern München gegen Paris Saint-Germain in Paris gespielt hat. Der Blick war unglaublich, und in der einen Stunde, die wir frei hatten, konnte man super Fotos direkt vor dem Eiffelturm machen und Souvenirs kaufen. Danach ging es mitten im Berufsverkehr mit dem Zug zurück nach Amiens zu den Gastfamilien. Den Abend hat jeder anders gestaltet. 

Den Morgen darauf haben wir uns alle wieder in der Schule getroffen. Allerdings ohne Lehrer, da für diesen Tag kein Ausflug geplant war. Doch wir haben das Beste daraus gemacht. Da unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner schon um 10 Uhr Schluss hatten, hatten wir noch den ganzen Morgen Zeit. Wir haben erst französische Tacos gegessen und sind anschließend zu einem Spielplatz gegangen, wo ein paar von uns Fußball gespielt haben, und ein paar die Sonne genossen haben. Nach circa drei Stunden ging es für uns zur wunderschönen Kathedrale von Amiens. Dort haben wir ein paar andere Austauschschüler aus Österreich getroffen, und natürlich gab es direkt ein Selfie. 
Nach unserem Besuch in der Kathedrale sind wir in der Stadt einkaufen gegangen, bevor jeder seinem eigenen Ding nachging. Entweder ging es zum Sport oder direkt zum Austauschpartner nach Hause. 

Am Donnerstagmorgen ging es für manche von uns um 8 Uhr und für andere von uns um 10 Uhr zur Schule. Danach ging es zur Stadtrallye, bei der man Gegenstände in einer bestimmten Farbe in Amiens finden musste. Das war auch lustig, da man so zum Ende der Woche nochmal die Stadt erkunden konnte. Anschließend sind wir Mittagessen gegangen und danach gab es nochmal eine Unterrichtsreihe für uns. Als letzten Ausflug der Woche sind wir ins Jules Verne Haus gegangen. Dies war auch ein spannender Ausflug und eine schöne letzte Aktivität für unseren Austausch. Den letzten Abend haben wir in unseren Gastfamilien verbracht und dort nochmal etwas Besonderes gemacht. 

Den Morgen darauf hieß es früh aufstehen, da unser Zug nach Paris schon um halb acht in Amiens losgefahren ist. In Paris Gare du Nord sind wir dann noch einmal umgestiegen, bevor es „Au revoir la France“ hieß. Die Woche war unglaublich, und wir können jedem empfehlen, auch an diesem Austausch in Klasse 9 teilzunehmen. Alle waren super nett, und es ist sehr cool, in einem fremden Land zur Schule zu gehen und alles zu beobachten. C’était phénoménal. 

Text: Lennard Uttermann, 9d

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