Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Ab in die Freiheit!

Abschied vom Abiturjahrgang 2021

Und wieder ein Jahrgang, der unter nicht ganz normalen Umständen die Prüfungen zum Abitur bestanden hat. War der letzte Jahrgang nur auf den letzten Metern betroffen, fehlte dem Jahrgang 2021 so ziemlich alles, was das Leben  in der Oberstufe ausmacht: gemeinsames Lernen im Kursverband, Kursfahrten, Ausflüge, Besinnungstage und sicher auch ein oder zwei dieser wunderbaren Partys in lauen Sommernächten, die niemals enden. So ist dieses Abitur eben nicht einfach eine Prüfung gewesen, die man bestehen musste, sondern machten die Umstände dieses Abitur zweifelsohne zu etwas ganz Besonderem!

 

Diesmal reichte für die Feier (wieder aufgeteilt in drei Blöcke) nicht nur die obligatorische Maske aus. Diesmal muss man "die drei G's" vorweisen: getestet, geimpft, genesen. Aber das nimmt man gerne in Kauf und mittlerweile gibt es da ja auch eine gewisse Routine. Einer würdevollen Feier steht damit nichts mehr im Weg. 

 

Den Anfang machten wie üblich die beiden Schulseelsorger Dr. Armin Lange und Bernd Foizik. Nach der Begrüßung durch Foizik, stellte Lange die Kernaussage der Lesung in den Mittelpunkt seiner Predigt. "Du sollst gesegnet werden und sollst ein Segen sein" gibt Gott Abraham im hohen Alter mit auf den Weg, den dieser neu einschlagen muss. Die Abiturient*innen sind zwar noch nicht so alt wie Abraham, doch bedeute der Weg, der nun folgt auch etwas zurück zu lassen und neu zu beginnen. Dabei sollen die Abiturient*innen darauf vertrauen dürfen, dass Gott einen Plan hat und stets an ihrer Seite ist. Er wird helfen in der Spur zu bleiben. Dabei sei es jedoch nicht nur wichtig, sich selbst mit seinen individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen im Blick zu haben, sondern eben auch den Blick auf andere zu richten, eben ein Segen für andere zu sein. Mit diesem Segen beendeten die zwei Schulseelsorger ihren kurzen Impuls. 

 

Anstelle des normalerweise groß aufspielenden Orchesters, übernahm eine Schüler*innen Band die musikalische Gestaltung. Laura Bialas, Emila Schweder, Johannes Borghorst und Max Neumann spielten zum Beginn passend zum Anlass "Let it be" von den Beatles. Der gute alte Klassiker darüber, dass in "Times of trouble" Mother Mary oder sonst wer schon da sein wird, um zu helfen... besser kann man einen Lebensabschnitt nicht beenden und sich aufmachen, Neues zu erleben. "Don't stop believin' " von den alten AOR Rockern Journey thematisiert dasselbe: nicht aufgeben und weitermachen, an sich glauben, auch wenn es mal hakt und der Weg doch mehr Schlaglöcher hat, als man vorher dachte. Ein dickes Lob an die Band, die ihren Auftritt gleich zweimal wiederholt hat, so dass jeder was davon hatte. Und gut geklungen hat es allemal!

 

Wie schon zu Beginn angemerkt: keine Party, kein soziales Miteinander, keine Mottowoche, die Lehrer*innen in den Wahnsinn treibt, keine Kursfahrten, keine Ausflüge... auch darauf wies Jonas Jütz in seiner Rede an die Schulgemeinde hin. Dabei bezog er sich auf einen Song von Sarah Connor, in dem es heißt: "Es reicht langsam, ich habe keine Lust mehr". Besser kann man es vielleicht nicht ausdrücken. Es aber nun doch geschafft zu haben, trotz aller Widrigkeiten, Verlusten, Ängsten und sicher auch dem einen oder anderen Ärgernis, sei ein großer Erfolg seiner Stufe und da könne man sich auch einmal richtig laut feiern. Jonas dankte den Eltern und natürlich den Lehrer*innen an der Schule, denn auch für die sei die Zeit seit jenem denkwürdigen Tag im März 2020 nicht die einfachste gewesen. Er verglich das, was nun kommt mit einem Pokerspiel. Glück gehört in jedem Fall dazu, aber mal auch ein schlechtes Blatt zu haben, sei kein Grund aufzugeben. Und genau dieses nicht aufgeben und das nötige Glück wünschte er seinen nun ehemaligen Mitschüler*innen. 

 

Die Stufenleitung in persona von Claudia Schubert und Gerd Heischkamp nahmen ebenfalls Bezug zum Motto der Stufe "Cannasino Royale". Angelehnt an den ziemlich erfolgreichen Kinofilm aus der bekannten James Bond Reihe, verglichen sie dessen Fach- und Sachkompetenz und Teamfähigkeiten mit dem weiteren und bereits gelaufenen Lebensweg ihrer Jahrgangssstufe. Ohne diese erworbenen Fähigkeiten wäre James Bond am Ende eben nicht der Sieger über den finsteren Bösewicht Le Chiffre. Die beiden wünschten der Stufe alles Gute und Gottes Segen bei all dem, was nun kommt. 

 

Auch Schulleiter Benedikt Stratmann lobte die Stufe. Gerade in dieser für alle herausfordernden Zeit, habe sie bewiesen, wie belastbar und wie flexibel, lernbereit und hilfsbereit sie gewesen seien. Nicht nur das stete Einhalten der Regeln, das Testen vor Klausuren und die Hilfe bei großen und kleinen Problemen während des Distanzunterrichts zeugten von Verantwortungsbewusstsein. Auch die großen Erfolge, die sich trotz der Corona Situation am Ende eingestellt haben, seien ein Beleg dafür, dass der nun folgende Weg auch zu meistern ist. Er griff dabei auf den Impuls zu Beginn der Feier zurück und mahnte die Schüler*innen auch, die Mitmenschen nicht aus den Augen zu verlieren, sondern wachsam und offen zu bleiben. Die an der Schule vermittelten sozialen und christlichen Werte, sowie die erworbenen Fachkompetenzen werden dabei eine Hilfe sein, auch wenn der Weg nicht immer ganz sanft sein wird. So können Lebensträume wahr werden. 

 

Es folgte die Übergabe der Zeugnisse und damit der Höhepunkt. Und wieder durfte sich die Schulgemeinde über viele Reifezeugnisse mit dem 1,0 Schnitt freuen, es gab auch wieder das eine oder andere Zertifikat über herausragende Leistungen in den Mint Fächern. 

 

Und so endete dann wieder eine Abiturfeier unter besonderen Umständen. Hoffen wir einfach, dass der nächste Jahrgang wieder so feiern kann, wie man es doch eigentlich möchte. Die Webredaktion schließt sich den vielen guten Wünschen für den weiteren Lebensweg an und wünscht nur das Allerbeste und Gottes reichen Segen!!

 

Text & Fotos: Oliver Thüner

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