Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Tage religiöser Orientierung in Altenberg

Kurz vorm Endspurt findet die Q2 auf einer gemeinsamen Fahrt noch einmal zusammen

Früher Morgen, warme Sonnenstrahlen, absolute Ruhe im kleinen Odenthal. In einem tief gelegenen Örtchen lässt sich inmitten einer Landschaft von Wäldern und Wiesen ein gotischer Dom erkennen. Es handelt sich um den Altenberger Dom. Um ihn herum Rundwege und neben ihm das Haus Altenberg. Nur wenige Spaziergänger sind bei ihrem morgendlichen Rundgang zu beobachten. Ein rein idyllisches Bild. Noch kann keiner der Spaziergänger ahnen, welche Ankunft sie an diesem Montagmorgen erwartet. Erst als drei Reisebusse hintereinander in den Ort einfahren, scheint der Morgen anders. Man fragt sich, wer da wohl in den Bussen sitzt. Eine geistliche Reisegruppe etwa? Eine Kirchengruppe? Doch aus den Bussen heraus strömen plötzlich gleichzeitig ganze 135 Jugendliche mit ihren Begleiter*innen. Das Ende der ruhevollen Idylle.

 

Bei diesen 135 Jugendlichen handelt es sich um beinahe die gesamte Jahrgangsstufe 12 unserer Schule, welche das Haus Altenberg besuchen. Warum? Weil sie sich besinnen wollen. Zumindest sieht das diese Fahrt, welche die Q2 antritt, vor. „Tage religiöser Orientierung“ heißt es. Da ist der Altenberger Dom mit seiner ihn umgebenden Idylle doch genau richtig. Noch sind die Schüler ungewiss, was sie die nächsten drei Tage erwarten wird. 

 

Gut angekommen und mit Sonnenstrahlen aus Wuppertal im Gesicht wurden die Schüler*innen von den Mitarbeitenden des Hauses Altenberg willkommen geheißen und herzlich begrüßt. Es folgte eine Pause als Erholung von der Fahrt, ein Kennenlern-Spiel an der frischen Luft und das wohl ersehnte Mittagessen. 

 

Nach dieser wohltuenden Ankunft ging es endlich los mit dem Programm. Es wurde erklärt, was uns erwartet und wie die nächsten Tage ablaufen werden. Neben dem morgendlichen Zusammentreffen der ganzen Stufe und aller Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen nach dem Frühstück wurde täglich ein Workshop in Kleingruppen absolviert. Das Angebot der Workshops war breit: Eine meditative Traumreise, meditatives Bogenschießen, Workshops zu den Themen Zukunft, Freundschaft, Medien und Stärken sowie eine Führung durch den bedeutsamen Bergischen Dom. 

 

Zwischen den Workshops und den Treffen wurden wir mit gutem Essen und täglichem Kaffee und Kuchen versorgt und hatten die Möglichkeit, die Natur Altenbergs bei dem guten Wetter zu erkunden und zu genießen. Jeder hatte die Möglichkeit, in sich zu kehren und sich mit Fragestellungen zu beschäftigen, welche im alltäglichen Leben oft untergehen oder einen ständig beschäftigen. All diese Gedanken konnte man sogar in einem „Brief an sich selbst“ festhalten. 

 

Tatsächlich ließ sich die wohltuende Wirkung der Besinnung an der Gelassenheit der Stufe und der Lehrer*innen erkennen. Absolutes Highlight der Fahrt war der Abendimpuls am ersten Abend im Dom. Nichtsahnend sammelten sich alle Anwesenden vor dem Dom bei Nacht, denkend es erwarte sie eine Art Gottesdienst. Vor dem Dom noch laut redend und lachend veränderte sich die Atmosphäre schlagartig als die Schüler*innen allmählich in den dunklen, allein von insgesamt 143 brennenden Kerzen erleuchteten Dom eintraten. Ruhige Musik begleitete den Rundgang aller Schüler*innen durch den Dom, bis sich alle still auf die Bänke setzten. Keiner sagte etwas. Alle waren für sich, nur hier und da ein Flüstern. Eine unglaubliche Atmosphäre und ein toller Ort zum Nachdenken. Der Zeitpunkt zum Gehen war jedem selbst überlassen. Die allerletzten traten ganze 90 Minuten später erst aus dem Dom heraus. 

 

Am zweiten Tag sah das Programm ähnlich aus, der Abend war mit einem gemeinsamen Grillen und einem Gottesdienst im Dom gestaltet. Neben dem Programm war die Gestaltung der Abende für uns als Stufe uns überlassen: Gemeinsames Zusammenhocken auf der Terrasse, das Hören von Musik, das Spielen von Spielen und gemeinsames Tanzen waren neben langen Gesprächen über alle möglichen Themen und Spaziergängen unter dem Sternenhimmel möglich. Vor allem musikalisch hat sich die gesamte Stufe eingebracht. Der Gottesdienst wurde musikalisch von Elias Brieden mit dem Flügelhorn sowie gemeinsamen Taizé-Liedern gestalt; am Abend sangen viele Schüler*innen gemeinsam um den Flügel herum stehend. 

 

All das hat diese Tage der religiösen Orientierung für uns unvergesslich gemacht. Für uns von großer Bedeutung waren diese vor allem, da sie nach den zwei langen Jahren Pandemie endlich wieder ein Stück Normalität für uns bedeuteten und uns vor dem Ende unserer Schulzeit und dem Stress des Abiturs nochmal eine gemeinsame Auszeit und einen besinnlichen Ausbruch aus unserem Alltag ermöglichten. Dafür sind wir allen Mitwirkenden Lehrer:innen und vor allem dem Haus Altenberg dankbar! 

 

Text: Elena Lecou (Q2)

Foto: Joachim Galemann

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