Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Meine digitale Zukunft und ich

Zu Gast beim Mint EC Digitalforum 2021

Die Digitalisierung ist ständig Thema. Das war schon immer so, seit uns aber ein kleines Virus plagt und wir alle zu Hause sitzen müssen, zeigt die Pandemie wie mit einem Brennglas, wo es vor allem in der Bildung klappert, rappelt oder gleich alles ins Stocken gerät. Dies ist aber kein Grund zu resignieren. Gerade in Zeiten der Pandemie zeigen an vielen Schulen die Verantwortlichen, die Lehrenden und Lernenden ein hohes Maß in der Kunst des Improvisierens. Denn nicht an jeder Schule ist die Infrastruktur schon so weit und so gut, wie bei uns an St. Anna.

 

Auch der MINT EC musste seine beliebte "Mint 400" Veranstaltung in der Hauptstadt dieses Jahr pandemiebedingt absagen. Ersetzt wurde sie durch das "Mint EC Digitalforum 2021" unter dem Titel: "V.U.C.A. - Meine digitale Zukunft und ich". V.U.C.A. steht dabei für Volatility - Uncertainty - Complexity - Ambiguity. Auf Deutsch bedeutet das in etwa: Unbeständig - Unsicher - Kompliziert - Mehrdeutig. Das klingt bedrohlich, beschreibt aber doch die Sorgen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Dies ist aber kein Grund Angst zu haben und den Kopf in den Sand zustecken. Diese Mint EC Veranstaltung wollte die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur diskutieren, sondern zeigte eben an konkreten Beispielen in Fachvorträgen, Diskussionen und vor allem Workshops für Lehrende und Lernende, welche Möglichkeiten schon ganz einfache Tools (neudeutsch für "digitale Werkzeuge") für kollaboratives, effektives und zeitgemäßes Arbeiten bieten. Man konnte sich nicht nur austauschen, sondern man konnte auch ausprobieren. Und letzteres nimmt einem vielleicht ein wenig die Angst vor Unsicherheit und komplizierter Mehrdeutigkeit. Zu oft ist die Rede von der maroden Infrastruktur, die ja für digitales Arbeiten die Grundvoraussetzung ist. Staatssekretärin Dorothee Bär hat aus dem Kanzleramt in ihrem Grußwort fest versprochen, dass da noch sehr viel investiert wird (wir werden sie beim Wort nehmen, angesichts der vielen Probleme!). Und gerade war es sehr angenehm, dass man sich über das "wie" und das "was" der Digitalisierung austauschen konnte. 

 

Moderiert wurde das Event von Youtuber Jacob Beaumont, der immer wieder kurze Paneldiskussionen leitete, mit den Teilnehmern kommunizierte und sich auch kritischen Fragen stellte. Insgesamt gesehen war das eine gute und informative, kurzweilige Veranstaltung in einem professionellen Rahmen. Trotz der unbestreitbaren Vorteile (man erparte sich u.a. insgesamt 755 Stunden Reisezeit und damit Kohlenstoffdioxidemmissionen in Höhe von fast 70 Tonnen), ist ein persönliches Treffen doch menschlicher. Vielleicht nutzt man die Erkenntnisse aus dieser Veranstaltung, sich gezielter zu treffen und weniger wichtige Dinge einfach digital zu erledigen. Grade im Bereich Schule eröffnen sich hier gute Möglichkeiten.

 

Hier ist der Bericht von Lilly Bademcioglu, die zusammen mit Felix Torno seitens der Schülerschaft am Workshop teilgenimmen hat:

 

Das diesjährige Digitalforum, dass unter dem Namen „VUCA – meine digitale Zukunft und Ich“ lief, fand angesichts der Coronapandemie online statt. Vorab lässt sich bereits sagen lässt, dass das Onlineformat sehr gut umgesetzt war. Trotz der bis zu tausend Teilnehmer gab es keine technischen Schwierigkeiten. In einem öffentlichen Chat konnten Fragen und Anmerkungen ausgetauscht werden. Die ganze Zeit über war ein technischer Support binnen weniger Minuten bei auftretenden Schwierigkeiten zur Unterstützung bereit.

 

Nachdem nach und nach alle Teilnehmer auf der Plattform eintrafen, gab es zu Beginn eine kurze Begrüßung von Herrn Gollub, dem Vorstandsvorsitzenden von MINT-EC und unter der Moderation des Youtubers Jacob Beautemps, der über gesamten Tag die Moderation souverän leitete.

 

Aufgrund der hohen Besucherzahl gab es zwei Gruppen. Die von mir besuchte Gruppe begann mit einer Paneldiskussion, welche sich durch eine bunte Mischung an Rednern auszeichnete. So befanden sich unter den Geladenen Herr Gollub, Prof. Dr. Meinel, der Geschäftsführer von HPI, Selina Schröter von der Siemens AG, die in dem Bereich Human Ressources, Learning and Education tätig ist, Lisa Marie Küssel, von der technischen Universität Dresden die im Bereich Career Development & Equal Opportunity arbeitet, und Timo Stosius, der Head of Design bei Sdui ist. Thema der Diskussion war die Berufsorientierung, insbesondere in Anbetracht der Digitalisierung. Aspekte der Diskussion waren die Berufsentwicklung, die Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt, aber auch die Anforderungen, die auf uns zukommen werden. In der Diskussion wurde die Haltung vertreten, dass Digitalisierung ein sich stetig verändernder Prozess ist, und wir diesen, vor allem offen und neugierig begegnen sollten.

 

Im Anschluss daran folgte der Besuch auf dem Bildungsmarkt. Dort konnte man sich digital - von Stand zu Stand klicken- und, wie im realen Leben durch das Anschalten der Kamera auch mit Mitarbeitern, Professoren etc. in Kontakt treten, und diesen Fragen stellen. Vertreten waren Beratungsangebote zu Ausbildungen und zu dualen Studiengängen, Stände von Universitäten, Unternehmen, und Netzwerken wie beispielsweise dem Netzwerk Teilchenwelt.

 

Anschließend gab es einen Impuls von Thomas Leubner, der Head of Learning and Education bei Siemens ist. Er stellte die Sieger des „MINT-EC-Siemens-Contest“ vor, in dem Schülerinnen und Schüler ein Bau-Kit geschickt bekamen, und 3D Modellierungen für das Gehäuse entwickelten. Berichte von Schüler*innen die teilnahmen finden sich unter mint-ec.de.

 

Direkt danach fand die Abstimmung und Siegerehrung des MINT-EC SchoolSlam mit dem British Council statt. Die drei Videos, die zur Abstimmung standen, waren sehr unterschiedlich. Sie thematisierten „Vertical farming“, Depressionen und Spiegelneuronen.

 

Als weiterer Programmpunkt stand für mich der Fachvortrag an. Ich hatte mir „Digitale Transformation – Aufbruch in eine neue Welt“ ausgesucht. Als Alternative gab es noch einen Vortrag zu Veränderungen in der Arbeitswelt.

 

Der interaktive Teil in meinem Workshop folgte direkt im Anschluss. Unter dem Thema „Act like a Startup - Was junge Leute und große Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung von Startups lernen können!“ lernten wir, wie man Ideen für ein Startup entwickelt und bauten eigenen Ideen in kleinen Gruppen anhand eines Fallbeispiels aus. In den kleinen Gruppen entwickelten wir sogar ein eigenes Konzept und -hätten wir etwas mehr Zeit gehabt- hätten wir es vielleicht sogar geschafft, dieses umzusetzen.

 

Zum Schluss wurde die Veranstaltungsreihe „Digital Insights“ vorgestellt, eine Kooperation zwischen Microsoft, Siemens und SAP, welche sich mit Nachhaltigkeit und IT beschäftigen wird. Das Digitalforum endete mit der Verabschiedung durch Herrn Gollub und Herrn Beautemps.

 

Meiner Meinung nach war dieses Digitalforum sehr gut organisiert und umgesetzt. Trotz der Pandemie war der Austausch mit anderen sehr gut möglich, und wie ich finde auch gut umgesetzt. Insbesondere für Schüler eröffnete diese Veranstaltung weitere Einblicke zur Digitalisierung und Veränderung der Arbeitswelt, auch durch die verschiedenen Redner, die teilweise aus doch sehr unterschiedlichen Bereichen kamen, was eine große Bereicherung und Vielseitigkeit darstellte. Was ich für alle mitgeben kann, ist offen für Neues zu sein, und für diejenigen, die sich unsicher sind, Sachen im Mint-Bereich auszuprobieren und dort ohne Vorbehalte hineinzugehen. Insbesondere Veranstaltungen wie das Digitalforum bieten eine besondere Möglichkeit für Orientierung, Beratung und Information für die eigene Zukunft und Berufswahl. Man kann dort viele Ansprechpartner finden, die sich Zeit für einen nehmen, alle Fragen eingehen, und Einblicke in ihren Alltag geben können.

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